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SumUp Küchenmonitor (KDS): Gibt es einen und was sind die Alternativen?

SumUp POS Lite hat kein eigenes KDS in Deutschland. Wie die Küche mit SumUp heute funktioniert und wann sich ein Standalone-Küchenmonitor (KDS) lohnt.

SumUp Kassensystem

Letztes Update: März 2026

Inhaltsverzeichnis

SumUp POS Lite ist das günstigste fiskalisierte Kassensystem in Deutschland: keine monatlichen Kosten, Hardware ab 290 € netto. Einen eigenen Küchenmonitor (KDS) hat SumUp für Deutschland nicht angekündigt. In Großbritannien gibt es ein KDS, hierzulande arbeitet die Küche mit gedruckten Bons. Wer ein KDS braucht, greift zu einem Standalone-System.

Was ist ein Küchenmonitor (KDS)?

Ein Küchenmonitor (KDS) ersetzt den Bondrucker in der Küche durch einen Bildschirm. Bestellungen erscheinen digital auf einem Tablet, das Küchenteam arbeitet sie ab und markiert sie per Touch als fertig.

Auch in kleinen Betrieben mit nur einer Küchenkraft lohnt sich das: Du siehst alle offenen Bestellungen auf einen Blick, statt Bons am Halter zu sortieren. Storniert ein Gast, verschwindet das Gericht vom Bildschirm. Mehr dazu im Vergleich Bondrucker vs. Küchenmonitor (KDS).

Was ist SumUp?

SumUp wurde 2012 in London gegründet. Die Gründer Daniel Klein, Alessandro Leoni, Marc Alexander Christ und Stefan Jeschonnek bauten ein mobiles Kartenterminal für Kleinstunternehmen. Inzwischen nutzen über 4 Millionen Händler in 36 Ländern SumUp-Produkte: Kartenleser, Kassensysteme, Geschäftskonten, Online-Shops. Investoren sind unter anderem Bain Capital, Goldman Sachs und Stripe.

SumUp verkauft zwei Kassensysteme: POS Lite (Kassensystem Lite) und POS Pro. POS Pro basiert auf der britischen Goodtill-Übernahme und ist in Deutschland nicht fiskalisiert.

Die Zielgruppe von POS Lite sind Kleinstbetriebe: Food Trucks, Imbisse, kleine Cafés, Marktstände, Einzelhandel. Mit dem optionalen Kassensoftware Plus-Abo schaltest du einen Raumplan mit Tischen, ein Kassenbuch, mehrere Drucker und Mitarbeiter-PINs frei. Rechnungsteilung, Gangsteuerung und volle Tischverwaltung fehlen auch mit Plus. Die gibt es nur bei SumUp POS Pro, das in Deutschland nicht fiskalisiert ist.

Preise

Preis
POS Lite + Solo Bundle (13” Tablet + Kartenterminal)290 € netto (345,10 € brutto)
POS Lite ohne Kartenterminal299 € netto
Monatliche Gebühr0 €
Kartenzahlung (vor Ort)1,39 % pro Transaktion
Kartenzahlung mit Zahlungen Plus (19 €/Monat)0,79 % pro Transaktion
Cloud-TSEkostenlos inklusive
Kassensoftware Plus (optional)39 €/Monat

Du zahlst nur pro Kartentransaktion, keine monatliche Grundgebühr. TSE für die KassenSichV kostenlos in der Cloud. Kein Mindestvertrag.

Nutzerbewertungen

SumUp kommt auf Trustpilot auf 4,1 von 5 Sternen bei über 40.000 Bewertungen. Nutzer loben die einfache Einrichtung und die niedrigen Kosten. 20 % der Bewertungen sind 1-Stern-Bewertungen.

Kritikpunkte:

  • Support: Nutzer berichten von langen Wartezeiten, KI-Chatbots statt menschlicher Ansprechpartner und ungelösten Tickets über Tage
  • Kontosperrungen: SumUp sperrt vereinzelt Konten ohne Erklärung, Auszahlungen verzögern sich
  • WLAN-Pflicht: POS Lite braucht WLAN. In ländlichen Gebieten oder bei instabilem Netz ein Problem
  • Gastro-Eignung: Einzelne Nutzer bezeichnen POS Lite als ungeeignet für Restaurants mit Tischservice

Warum sich ein Küchenmonitor (KDS) für SumUp-Nutzer lohnt

SumUp POS Lite druckt Bestellungen auf einen Küchendrucker. Sobald der Bon rauskommt, hast du keinen digitalen Zugriff mehr. Du weißt nicht, ob die Küche ihn gesehen hat, wie lange er hängt oder ob er hinter ein Gerät gerutscht ist.

Ein Küchenmonitor (KDS) ändert das:

  • Stationsfilter trotz fehlendem Routing: SumUp POS Lite schickt alle Küchenbestellungen an denselben Drucker. Ein KDS filtert pro Bildschirm nach Station, obwohl die Kasse das nicht kann. Dein Grillposten sieht nur Grillgerichte, die Getränkeausgabe nur Getränke.
  • Stornos verschwinden sofort: Mittags im Imbiss bestellt jemand um. SumUp druckt einen neuen Bon. Mit KDS verschwindet das gestrichene Gericht vom Bildschirm, ohne dass du am Halter suchst.
  • Wartezeit pro Bestellung: Bei 60 Bestellungen in der Mittagsspitze verlierst du mit Bons schnell den Überblick, welche Bestellung zuerst kam. Ein KDS sortiert nach Eingang und markiert alles über zehn Minuten farblich.
  • Papierkosten entfallen: Ein Küchendrucker mit 60 Bons am Tag verbraucht rund 50 Rollen Thermopapier im Jahr. Bei SumUp-Nutzern, die jeden Euro rechnen, summiert sich das. Mehr zu Thermopapier und Umwelt.

Den Kostenvergleich zwischen Bondrucker und Küchenmonitor (KDS) findest du im Kostenrechner.

Wie funktioniert die Küche mit SumUp POS Lite heute?

SumUp POS Lite hat kein eigenes KDS in Deutschland. Service und Küche kommunizieren über gedruckte Bons.

Bondruck

Du nimmst die Bestellung am POS-Lite-Tablet auf und schickst sie an den Küchendrucker. Der Bon kommt raus, jemand hängt ihn an den Bonhalter. Die Bons zeigen Gerichte mit Menge, Varianten und Sonderwünschen.

Druckerrouting

Ohne Plus-Abo kennt SumUp POS Lite zwei Druckerrollen: Kassenbondrucker und Küchendrucker, jeweils ein Drucker pro Rolle. Mit Kassensoftware Plus verbindest du mehrere Drucker. Routing nach Produktgruppe (Getränke an die Bar, Essen an die Küche) gibt es aber auch mit Plus nicht. Alle Küchenbestellungen drucken auf demselben Drucker.

orderbird und Lightspeed können Bestellungen nach Produktgruppe an verschiedene Drucker schicken.

Gangsteuerung

SumUp POS Lite hat keine Gangsteuerung. Du kannst Gänge nicht einzeln an die Küche freigeben. Für ein Café oder einen Imbiss mit einfachen Gerichten spielt das keine Rolle. Für ein Restaurant mit Mehrgangmenüs ist POS Lite nicht geeignet.

Was ohne Küchenmonitor (KDS) fehlt

Stell dir einen typischen Mittag im Imbiss vor: 60 Bestellungen in zwei Stunden, eine Person an der Kasse, eine in der Küche. Alle Bons landen auf demselben Drucker, weil SumUp POS Lite kein Routing nach Produktgruppe kann. Dein Küchenmitarbeiter zieht den Bon ab, hängt ihn an den Halter und arbeitet ihn ab. Ab hier ist die Bestellung für das Kassensystem unsichtbar.

Bestellt ein Gast um, druckt SumUp einen neuen Bon. Den alten musst du am Halter suchen und per Hand wegnehmen. Ob die Bestellung von vor 20 Minuten noch hängt, siehst du erst, wenn du jeden einzelnen Bon durchgehst. Einen Rückkanal von der Küche zur Theke gibt es nicht: Wenn das Essen fertig ist, rufst du oder klingelst.

Plant SumUp einen eigenen Küchenmonitor (KDS)?

SumUp hat in Großbritannien ein KDS gelauncht: 100 GBP Hardware plus 10 GBP/Monat. Das KDS zeigt Bestellungen in vier Spalten (To Do, In Progress, Ready, Rejected) und misst Wartezeiten.

Für Deutschland hat SumUp unseres Kenntnisstands nach bisher kein KDS angekündigt.

Hardware

SumUp POS Lite

POS Lite ist ein 13-Zoll-Android-Tablet mit vorinstallierter Kassensoftware in einem Aluminium-Standfuß. Das Betriebssystem ist gesperrt, du kannst keine zusätzlichen Apps installieren. Spritzwassergeschützter Bildschirm, 2 Jahre Garantie, 30 Tage Rückgaberecht.

Alternativ läuft die SumUp-App auch auf deinem eigenen iPad oder Android-Tablet. Dann brauchst du kein POS-Lite-Gerät.

Kartenterminals, die mit POS Lite funktionieren:

GerätPreis ab
SumUp Solo79 €
SumUp Solo Lite39 €
SumUp Air39 €

Als Küchendrucker sind Epson (TM-m30, TM-m30II, TM-m30III), Star Micronics (mC-Print3, TSP100III, mPOP10) und Bixolon (SPP-R200/R210/R220) kompatibel. LAN-, Bluetooth- und USB-Anschluss je nach Modell.

Küchenmonitor (KDS)

SumUp POS Lite läuft auf einem proprietären Android-Tablet, aber für den Küchenmonitor (KDS) wählst du dein eigenes Gerät. Ein iPad ab 275 € reicht:

GerätPreis abBildschirm
iPad 11”ca. 275 €11 Zoll
iPad Air 13”ca. 600 €13 Zoll

Für einen Imbiss oder Food Truck genügt das 11-Zoll-Modell. Apple liefert mindestens sechs Jahre Software-Updates, das Gerät hält also deutlich länger als ein Bondrucker.

Zusätzlich brauchst du:

  • Wandhalterung: ab 30 €, schwenkbar mit VESA-Montage
  • Schutzgehäuse: zwischen 50 und 150 €, sinnvoll direkt am Herd gegen Fett und Dampf

PIQY als Standalone-Küchenmonitor (KDS) für SumUp

PIQY arbeitet an einer Integration mit SumUp. Du richtest PIQY als Netzwerkdrucker ein, genau wie einen Küchendrucker. Statt auf Papier zu drucken, zeigt PIQY die Bestellungen auf dem Küchenmonitor (KDS) an.

  • Stationsfilter, den SumUp nicht hat: SumUp POS Lite kann Bestellungen nicht nach Produktgruppe aufteilen. PIQY holt das nach: Jeder Bildschirm zeigt nur die Gerichte seiner Station, ohne dass du dafür einen zweiten Drucker brauchst. Für einen Imbiss mit Grill und Getränkeausgabe löst das ein echtes Problem.
  • Läuft im lokalen Netzwerk: PIQY braucht nur dein WLAN, kein Internet. Fällt die Verbindung nach draußen aus, arbeitet die Küche weiter. SumUp POS Lite kann offline nur Barzahlung, aber dein KDS bleibt davon unberührt.
  • Kein Kassenwechsel-Risiko: Wechselst du irgendwann von SumUp auf ein anderes System, nimmst du PIQY mit. Dein Küchenteam behält den Ablauf bei.
  • Freie Hardware-Wahl: PIQY läuft auf iPads, Android-All-in-Ones aus Edelstahl (z.B. Elo I-Series 5) oder Android-Boxen mit separatem Touchscreen (z.B. Elo I-Series Backpack + Beetronics-Monitor). Du mixt pro Station: Die Bar arbeitet mit iPads, die Küche mit Edelstahl-Bildschirmen direkt am Herd.

KDS für SumUp: Benachrichtigung erhalten

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Hat SumUp POS Lite einen Küchenmonitor (KDS)?
In Deutschland nicht. SumUp hat ein KDS in Großbritannien auf dem Markt, für Deutschland gibt es keine Ankündigung. Die Küche arbeitet mit Bondruckern.
Kann ich ein Standalone-KDS mit SumUp nutzen?
Ja. PIQY wird als Netzwerkdrucker in SumUp eingerichtet und zeigt Bestellungen digital auf dem Bildschirm statt auf Papier. Die Integration ist in Arbeit.
Was kostet SumUp POS Lite?
Das Bundle mit Kartenterminal kostet 290 € netto (345,10 € brutto). Monatliche Gebühren: 0 €. Kartenzahlung: 1,39 % pro Transaktion. TSE kostenlos inklusive.
Funktioniert SumUp POS Lite offline?
Eingeschränkt. Am Tagesanfang und -ende braucht POS Lite 15-20 Minuten WLAN-Sync. Offline funktioniert nur Barzahlung, Kartenzahlung ist nicht möglich.
Hat SumUp POS Lite eine Gangsteuerung?
Nein. Du kannst Gänge nicht einzeln an die Küche freigeben. Für Restaurants mit Mehrgangmenüs ist POS Lite nicht geeignet.
Kann SumUp POS Lite Bestellungen an verschiedene Drucker routen?
Nur eingeschränkt. POS Lite kennt zwei Rollen: Kassenbondrucker und Küchendrucker. Routing nach Produktgruppe (Getränke an die Bar, Essen an die Küche) gibt es nicht.