Letztes Update: März 2026
Inhaltsverzeichnis
Über 16.000 Betriebe in Österreich, Deutschland und der Schweiz nutzen ready2order als Kassensystem. Seit 2023 gehört ready2order zur italienischen Zucchetti Group. Einen eigenen Küchenmonitor (KDS) hat ready2order nicht und listet ihn offiziell als „nicht verfügbare Funktion”. Die Küche arbeitet mit gedruckten Bons. Wer ein KDS braucht, greift zu einem Standalone-System wie PIQY.
Was ist ein Küchenmonitor (KDS)?
Ein Küchenmonitor (KDS) ersetzt den Bondrucker in der Küche durch einen Bildschirm. Bestellungen erscheinen digital auf einem Tablet, das Küchenteam arbeitet sie ab und markiert sie per Touch als fertig.
Auch in kleinen Betrieben mit nur einer Küchenkraft lohnt sich das: Du siehst alle offenen Bestellungen auf einen Blick, statt Bons am Halter zu sortieren. Storniert ein Gast, verschwindet das Gericht vom Bildschirm. Bei zwei bis drei Mitarbeitern in der Küche sehen alle denselben Stand, ohne Bons durchzublättern. Der Vergleich Bondrucker vs. Küchenmonitor (KDS) zeigt die Unterschiede im Detail. Die wichtigsten Features eines KDS stehen im Feature-Vergleich.
Was ist ready2order?
ready2order wurde 2015 in Wien gegründet, entwickelt seit 2012. Zwei Informatikstudenten (Christopher Fuchs und Markus Tscheik) besuchten den Heurigen eines Freundes und stellten fest, dass es kein bezahlbares Cloud-Kassensystem gab. Daraus entstand ready2order, später ergänzt durch Markus Bernhart als Geschäftsführer. Seit Juli 2023 gehört ready2order zur italienischen Zucchetti Group (über 8.000 Mitarbeiter, 700.000 Kunden weltweit). Die Gründer leiten das Unternehmen weiter von Wien aus.
ready2order bedient über 16.000 Betriebe in der DACH-Region: Restaurants, Cafés, Bars, Food Trucks, aber auch Einzelhandel und Dienstleister. Das unterscheidet ready2order von reinen Gastro-Kassen wie orderbird. Die Software läuft auf iOS, Android, Windows und macOS.
ready2order ist cloud-basiert, funktioniert im Notfall aber auch offline. Im Offline-Modus fallen Kartenzahlung und der Sync zwischen Geräten weg. Tische lassen sich im Offline-Modus nur als Sofortabrechnung nutzen, offene Bons sind nicht möglich. Nach spätestens 48 Stunden muss das System zur Fiskalisierung wieder online sein.
Preise
ready2order verkauft ein Basis-Abo plus optionale Pakete. Für die Gastronomie brauchst du das Gastro-Paket als Pflicht-Add-on.
| Paket | Preis pro Monat |
|---|---|
| Kassensystem-Abo | 35,90 € |
| Gastro-Paket (Pflicht für Gastro) | 23,90 € |
| Cloud-TSE (Pflicht in DE) | 15,90 € |
| Gesamt Gastro (DE) | 75,70 € |
Dazu kommt eine einmalige Aktivierungsgebühr von 99 €. Die Cloud-TSE gibt es bei jährlicher Vorauszahlung für 190,80 €/Jahr. Kartenzahlung über readyPay: pauschal 1,23 % pro Transaktion für alle Kartentypen.
Weitere Add-ons: Kassenbuch (13,90 €/Monat), Digitaler Beleg (7,90 €/Monat). In Österreich fallen Signaturzertifikat (144 €/Jahr) und Jahresbelegprüfung (70 €/Jahr) an. Aktuelle Preise auf ready2order.com/de/preise.
Nutzerbewertungen
ready2order kommt auf Trustpilot auf 4,3 von 5 Sternen bei über 530 Bewertungen. Nutzer loben die einfache Bedienung und den günstigen Einstiegspreis. Neue Mitarbeiter finden sich schnell zurecht. Die kabellose Bestellübermittlung an die Küche (Funkbonierung) kommt gut an.
In den negativen Bewertungen tauchen diese Punkte auf:
- Preiserhöhungen: Nutzer berichten von jährlichen Preisanpassungen ohne ausreichende Vorankündigung
- Vertragstransparenz: Monatliche Preise im Marketing, aber jährliche Abrechnung in der Praxis
- Support: Bewertungen gehen weit auseinander. Manche Nutzer loben einzelne Mitarbeiter, andere berichten von langen Wartezeiten und ungelösten Tickets
- Serverausfälle: Vereinzelt berichten Nutzer von Erreichbarkeitsproblemen
Warum sich ein Küchenmonitor (KDS) für ready2order-Nutzer lohnt
ready2order schickt Bestellungen per WLAN an Küchendrucker. Das funktioniert, solange jemand den Bon druckt und an den Halter hängt. Danach hast du keinen digitalen Zugriff mehr. Du weißt nicht, ob die Küche den Bon gesehen hat, wie lange er hängt oder ob er hinter die Fritteuse gerutscht ist.
Mit einem Küchenmonitor (KDS) behältst du den Zugriff:
- Druckprofile weitergedacht: ready2order routet Bestellungen per Druckprofil an die richtige Station. Ein Küchenmonitor (KDS) setzt dort an, wo der Drucker aufhört: Er zeigt pro Bildschirm nur die relevanten Gerichte und aktualisiert sie in Echtzeit. Die Zuordnung, die du in den Druckprofilen konfiguriert hast, wird digital weitergeführt.
- Stornos ohne Zettelsuche: Storniert ein Gast, verschwindet das Gericht vom Bildschirm. Bei gedruckten Bons hängt der alte Bon weiter am Halter, bis jemand ihn per Hand runterzieht.
- Wartezeiten sichtbar: Du siehst sofort, welche Bestellung seit 20 Minuten offen ist. KDS-Apps markieren überfällige Bestellungen farblich. Am Bonhalter vergleichst du die Uhrzeit auf jedem Bon einzeln mit der Wanduhr.
- Rush Hour unter Kontrolle: 30 Bons am Halter sehen alle gleich aus. 30 Bestellungen auf dem Bildschirm sortiert ein Küchenmonitor (KDS) nach Eingang und Status, du erkennst sofort, was zuerst raus muss.
- 160 kg Thermopapier weniger: Ein Café mit 500 Bestellungen am Tag und zwei Druckstationen verbraucht rund 160 kg Thermopapier im Jahr. Was Thermopapier mit der Umwelt macht, steht im separaten Artikel.
Den Kostenvergleich zwischen Bondrucker und Küchenmonitor (KDS) findest du im Kostenrechner.
Wie funktioniert die Küche mit ready2order heute?
ready2order hat keinen eigenen Küchenmonitor (KDS). Service und Küche kommunizieren über gedruckte Bons auf Netzwerk-, Bluetooth- oder USB-Druckern.
Bondruck
Der Service nimmt die Bestellung am Tablet oder Handheld auf. ready2order schickt sie per WLAN an den zugewiesenen Küchendrucker. Der Bon kommt raus, jemand hängt ihn an den Bonhalter. Die Bons zeigen Gerichte mit Menge, Varianten und Beilagen. Wenn Gangsteuerung aktiv ist, erscheint die Gangnummer auf dem Bon.
Druckprofile
ready2order arbeitet mit Druckprofilen statt einfacher Druckerzuordnung. Ein Profil verknüpft Aufgaben (Essensbestellungen, Getränkebestellungen, Rechnungen) mit einem physischen Drucker. Du konfigurierst die Zuordnung in drei Stufen:
- Produktart (Speisen / Getränke)
- Produktgruppe (z.B. „Pasta”, „Bier”, „Dessert”)
- Einzelnes Produkt (überschreibt alles darüber)
Du kannst damit Getränke an den Bardrucker, warme Speisen an den Küchendrucker und Desserts an einen dritten Drucker schicken. Jede Stufe überschreibt die darunterliegende. ready2order unterstützt Epson-, Star- und Bixolon-Drucker über LAN, Bluetooth und USB.
Gangsteuerung
ready2order nennt das Feature „Menü in Gängen”. Du aktivierst es in der Verwaltung und legst die Anzahl der Gänge fest. Der Service ordnet Gerichte beim Bestellen dem jeweiligen Gang zu. Die Gangnummer erscheint auf dem Küchendrucker.
Ein digitaler Rückkanal fehlt. Ob ein Gang fertig ist, kommuniziert die Küche per Zuruf oder Klingel. Bei einem vollen Restaurant mit 15 Tischen und jeweils drei Gängen wird das unübersichtlich. Ein Küchenmonitor (KDS) würde diesen Rückkanal digital abbilden: Die Küche markiert einen Gang als fertig, der Service sieht das auf seinem Bildschirm.
Was ohne Küchenmonitor (KDS) fehlt
Die Druckprofile von ready2order bringen den Bon zuverlässig an den richtigen Drucker. Danach endet die digitale Kette. Was in der Küche mit dem Bon passiert, weiß das System nicht mehr.
- Bon gedruckt, Tracking vorbei: Sobald der Drucker fertig ist, verliert ready2order den Zugriff auf die Bestellung. Ob der Bon am Halter hängt oder hinter dem Ofen liegt, siehst du erst, wenn ein Gast fragt.
- Stornos erzeugen Chaos am Halter: Storniert ein Gast, druckt ready2order einen neuen Bon. Der ursprüngliche Bon hängt weiter am Halter, bis jemand ihn per Hand sucht und entfernt.
- Wartezeiten bleiben unsichtbar: Du erkennst nicht auf einen Blick, welche Bestellung seit 25 Minuten hängt. Jeder Bon trägt eine Uhrzeit, aber niemand vergleicht die mit der Wanduhr unter Zeitdruck.
- Der Rückkanal fehlt: Die Gangsteuerung schickt den nächsten Gang per Bon an die Küche. Ob der vorherige Gang fertig ist, meldet die Küche per Zuruf oder Klingel. Bei 15 Tischen mit je drei Gängen wird das laut und fehleranfällig.
Plant ready2order einen eigenen Küchenmonitor (KDS)?
ready2order listet „Küchendisplays” offiziell als nicht verfügbare Funktion. Ein eigenes KDS hat ready2order weder angekündigt noch auf einer Roadmap.
Zum Vergleich: Lightspeed hat seit Jahren ein eigenes KDS, orderbird hat auf der Internorga 2026 zumindest bestätigt, an einem zu arbeiten. ready2order gibt kein Signal in diese Richtung.
Ein Kassen-KDS funktioniert nur mit der zugehörigen Kasse. Wechselst du das Kassensystem, fängst du in der Küche von vorn an. Ein Standalone-KDS nimmst du mit, egal welche Kasse du nutzt.
Hardware
ready2order selbst
ready2order läuft auf iOS, Android, Windows und macOS. Neben eigenen Geräten kannst du beliebige Tablets und Computer nutzen.
| Gerät | Preis ab | Beschreibung |
|---|---|---|
| readyMini | 279 € | Kompaktes Handheld |
| readyGo | 369 € | Mobiles All-in-One |
| readyTab | 649 € | iPad-basiertes Terminal |
| readyMax 2 | 1.199 € | Großes Kassenterminal |
Als Küchendrucker empfiehlt ready2order den Epson TM-m30III (LAN, Bluetooth, USB, WLAN). Auch Star Micronics und Bixolon-Drucker sind kompatibel. LAN-Drucker sind für die Küche die stabilste Wahl, weil sie nicht auf Bluetooth-Reichweite angewiesen sind.
Küchenmonitor (KDS)
ready2order hat kein eigenes KDS, du stellst die Hardware für die Küche selbst zusammen. Weil ready2order auf iOS, Android, Windows und macOS läuft, bist du bei der Kassenhardware flexibel. Für den Küchenmonitor (KDS) empfiehlt sich trotzdem ein iPad:
| Gerät | Preis ab | Bildschirm |
|---|---|---|
| iPad 11” | ca. 275 € | 11 Zoll |
| iPad Air 13” | ca. 600 € | 13 Zoll |
Ein iPad bekommt mindestens sechs Jahre Software-Updates und läuft mit den meisten KDS-Apps. Das 13-Zoll-Modell lohnt sich, wenn mehrere Köche gleichzeitig auf den Bildschirm schauen, zum Beispiel an einem Durchreicheposten.
Für die Küche brauchst du zusätzlich:
- Wandhalterung: ab 30 €, schwenkbare VESA-Modelle passen sich an jede Küchenposition an
- Schutzgehäuse: direkt am Herd empfehlenswert, schützt vor Fett und Dampf. Zwischen 50 und 150 €
PIQY als Standalone-Küchenmonitor (KDS) für ready2order
PIQY ist seit April 2026 mit ready2order integriert. PIQY läuft auf iPads und Android-Tablets. Ein iPad 11” ab ca. 275 € reicht als Einstieg.
Was PIQY von einem Kassen-KDS unterscheidet:
- Stationsfilter wie Druckprofile, nur digital: ready2order routet Bons per Druckprofil an den richtigen Drucker. PIQY führt das Prinzip auf dem Bildschirm weiter: jede Station sieht nur ihre Gerichte, ohne dass du einen physischen Drucker pro Posten brauchst. Du hängst so viele Bildschirme auf, wie deine Küche Stationen hat.
- Internet für neue Bestellungen, Küche läuft lokal: Die Integration mit ready2order läuft über die Cloud. Neue Bestellungen brauchen Internet, um auf dem Küchenmonitor (KDS) anzukommen. Interaktion und Produktion zwischen PIQY-Geräten laufen danach lokal über dein WLAN. Da ready2order selbst im Offline-Modus stark eingeschränkt ist (kein Kartenzahlung, kein Geräte-Sync, 48h-Limit), brauchst du für den Normalbetrieb ohnehin eine Internetverbindung.
- Unabhängig vom Kassensystem: Seit der Zucchetti-Übernahme 2023 ist die langfristige Produktrichtung von ready2order offen. PIQY hängt nicht an einem Kassenhersteller. Wechselst du das System, behält dein Küchenteam den gewohnten Ablauf.
- Freie Hardware-Wahl: PIQY läuft auf iPads, Android-All-in-Ones aus Edelstahl (z.B. Elo I-Series 5) oder Android-Boxen mit separatem Touchscreen (z.B. Elo I-Series Backpack + Beetronics-Monitor). Du mixt pro Station: Die Bar arbeitet mit iPads, die Küche mit Edelstahl-Bildschirmen direkt am Herd.
KDS für ready2order: Benachrichtigung erhalten
Wir schreiben dir eine E-Mail oder rufen dich an, sobald ein KDS mit ready2order verfügbar ist.