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PIQY KDS: Bestellungen direkt am Bildschirm – auch mit deiner Kasse
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orderbird Küchenmonitor (KDS): Gibt es einen und was sind die Alternativen?

orderbird hat kein eigenes KDS. Wie die Küche mit orderbird heute funktioniert, was geplant ist und wann sich ein Standalone-Küchenmonitor (KDS) lohnt.

orderbird Kassensystem

Letztes Update: März 2026

Inhaltsverzeichnis

Über 17.000 Gastro-Betriebe in der DACH-Region nutzen orderbird als iPad-Kassensystem. Einen eigenen Küchenmonitor (KDS) hat orderbird bis heute nicht, die Küche arbeitet mit gedruckten Bons. Auf der Internorga 2026 hat orderbird bestätigt, an einem Küchenmonitor (KDS) zu arbeiten. Ob und wann das kommt, ist offen. Wer jetzt ein KDS braucht oder sich nicht an einen einzelnen Kassenhersteller binden will, fährt mit einem Standalone-KDS besser.

Was ist ein Küchenmonitor (KDS)?

Ein Küchenmonitor (KDS) ersetzt den Bondrucker in der Küche durch einen Bildschirm. Bestellungen erscheinen digital auf einem Tablet, das Küchenteam arbeitet sie ab und markiert sie per Touch als fertig.

Auch in kleinen Betrieben mit nur einer Küchenkraft lohnt sich das: Du siehst alle offenen Bestellungen auf einen Blick, statt Bons am Halter zu sortieren. Storniert ein Gast, verschwindet das Gericht vom Bildschirm. Kein Nachdrucken, kein Durchstreichen. Bei zwei bis drei Mitarbeitern in der Küche wird der Vorteil noch deutlicher, weil alle denselben Stand sehen. Mehr dazu im Vergleich Bondrucker vs. Küchenmonitor (KDS).

Was ist orderbird?

orderbird wurde 2011 in Berlin gegründet und war das erste iPad-Kassensystem in Deutschland. Vier Gründer (Jakob Schreyer, Bastian Schmidtke, Artur Hasselbach, Patrick Brienen-Lucius) bauten eine Kasse, die auf dem iPad läuft und sich an kleine Gastro-Betriebe richtet. Seit 2022 gehört orderbird vollständig zum italienischen Payment-Konzern Nexi (über die Tochter Nets). Seit März 2026 leitet Dirk Schmidt das Unternehmen als CEO, zuvor war er bei SIDES und GASTROFIX.

Die Zielgruppe sind kleine bis mittlere Einzelbetriebe: Restaurants, Cafés, Bars, Food Trucks, Biergärten, Eisdielen. Wer eine Kette mit mehreren Standorten betreibt oder komplexe Warenwirtschaft braucht, stößt bei orderbird an Grenzen. Für einen Einzelbetrieb, der eine unkomplizierte Kasse sucht, ist es eine der gängigsten Optionen im deutschsprachigen Raum.

orderbird läuft cloud-basiert und braucht eine stabile Internetverbindung. Ohne WLAN funktioniert das System eingeschränkt: keine Kartenzahlung, kein Sync zwischen Geräten, keine Reports. In Österreich muss das System nach spätestens 48 Stunden wieder online sein.

Preise

orderbird verkauft zwei Produkte: orderbird PRO (iPad-App) und orderbird MINI (Handheld mit eingebautem Drucker und Kartenleser).

orderbird PRO startet ab 99,90 €/Monat. Im Preis enthalten: Service, Onboarding, 24/7-Notfall-Support und Online-TSE. Jedes zusätzliche iPad im Betrieb kostet extra. Bei einer 3-Jahres-Lizenz oder jährlicher Vorauszahlung legt orderbird ein iPad dazu. Kartenzahlung: 0,95 % (EC), 2,50 % (Kreditkarte).

orderbird MINI kostet einmalig ab 399 € plus ab 22 €/Monat Lizenzgebühr. Kartenzahlung pauschal 1,75 % für alle Kartentypen. Kein Mindestvertrag, die Lizenz lässt sich auch saisonal pausieren.

orderbird veröffentlicht keine vollständige Preisliste. Aktuelle Preise und Pakete findest du auf orderbird.com/de/preise.

Nutzerbewertungen

orderbird kommt auf Trustpilot auf 4,3 von 5 Sternen. Nutzer loben die einfache Bedienung, das schnelle Einarbeiten neuer Mitarbeiter und die mobile Bestellaufnahme per iPad.

In den negativen Bewertungen tauchen diese Punkte auf:

  • Internetabhängigkeit: Ohne WLAN ist das System eingeschränkt nutzbar
  • Serverausfälle bei Stoßzeiten: Einzelne Nutzer berichten von Problemen an Feiertagen oder bei großem Gästeaufkommen
  • Preiserhöhungen: Nutzer berichten von jährlichen Preisanpassungen

Warum sich ein Küchenmonitor (KDS) für orderbird-Nutzer lohnt

orderbird unterstützt Gangsteuerung und Druckerrouting: Du schickst Bestellungen nach Produktgruppen an verschiedene Küchendrucker und gibst Gänge einzeln frei. Das funktioniert, solange der Drucker druckt. Sobald der Bon rauskommt, hast du keinen Zugriff mehr darauf. Du weißt nicht, ob die Küche ihn gesehen hat, wie lange er schon hängt oder ob er hinter ein Gerät gerutscht ist.

Mit einem Küchenmonitor (KDS) behältst du den Zugriff:

  • Stornos und Änderungen sofort sichtbar: Storniert ein Gast, verschwindet das Gericht vom Bildschirm. Bei orderbird druckt stattdessen ein neuer Bon, und der alte hängt weiter am Halter, bis jemand ihn findet.
  • Wartezeiten im Blick: Ein KDS zeigt dir pro Bestellung, wie viele Minuten seit Eingang vergangen sind. Überfällige Tickets wechseln die Farbe. Auf dem Bon steht nur die Uhrzeit, den Rest rechnest du im Kopf.
  • Produktgruppen werden Stationsfilter: orderbird routet Bestellungen bereits nach Produktgruppe an verschiedene Epson-Drucker. Ein KDS nutzt dieselbe Zuordnung und filtert pro Bildschirm. Die Grillstation sieht nur Grillgerichte, die Bar nur Getränke.
  • Übersicht bei Vollauslastung: 30 Bons am Halter sind ein Stapel Papier. Auf dem Bildschirm sortiert ein KDS dieselben 30 Bestellungen nach Eingang und Status. Du erkennst sofort, welcher Tisch als nächstes dran ist.
  • Papierverbrauch entfällt: Zwei Epson-Drucker in einem Café mit 500 Bestellungen am Tag verbrauchen rund 160 kg Thermopapier pro Jahr. Ein KDS braucht nur Strom. Mehr zu Thermopapier und Umwelt.

Den Kostenvergleich zwischen Bondrucker und Küchenmonitor (KDS) findest du im Kostenrechner.

Wie funktioniert die Küche mit orderbird heute?

orderbird hat keinen eigenen Küchenmonitor (KDS). Die Kommunikation zwischen Service und Küche läuft über gedruckte Bons auf Epson-Netzwerkdruckern.

Bondruck

Der Service nimmt die Bestellung am iPad auf. orderbird schickt sie an den zugewiesenen Küchendrucker, der Bon kommt raus, jemand hängt ihn an den Bonhalter. Du kannst zwischen vier Bontypen wählen:

  • Einzelbon: ein Artikel pro Bon
  • Artikelbon: gleiche Artikel zusammengefasst
  • Tischbon: alle Artikel eines Tisches auf einem Bon
  • Gangbon: Artikel nach Gang gruppiert

Welcher Bontyp sinnvoll ist, hängt vom Betrieb ab. Ein Imbiss mit einfachen Gerichten kommt mit Einzelbons klar. Ein Restaurant mit Mehrgangmenüs braucht Gangbons, damit die Küche die Reihenfolge einhalten kann.

Druckerrouting

Du weist Produktgruppen verschiedenen Druckern zu. Getränke drucken an der Bar, warmes Essen in der Küche, Desserts an der Patisserie. orderbird unterstützt mehrere Epson-Netzwerkdrucker im selben WLAN. Die Zuordnung konfigurierst du im orderbird-Backend pro Produktgruppe.

Gangsteuerung

orderbird unterstützt Mehrgangmenüs: Der Service gibt jeden Gang einzeln am iPad frei. Sobald der Service einen Gang freigibt, druckt ein “Gang Kann”-Bon in der Küche. Die Küche weiß damit, wann sie den nächsten Gang starten kann.

Einen digitalen Rückkanal gibt es nicht. Dass ein Gang fertig ist, kommuniziert die Küche per Zuruf oder Klingel. Bei einem vollen Restaurant mit 15 Tischen und jeweils drei Gängen wird das unübersichtlich. Ein Küchenmonitor (KDS) würde diesen Rückkanal digital abbilden: Die Küche markiert einen Gang als fertig, der Service sieht das auf seinem Bildschirm.

Was ohne Küchenmonitor (KDS) fehlt

Sobald der Epson den Bon gedruckt hat, ist die Bestellung aus orderbird raus. Die Küche hängt den Zettel an den Halter und arbeitet ihn ab. Wie lange er dort schon hängt, sieht niemand auf einen Blick. Verspätete Bestellungen fallen erst auf, wenn der Service nachfragt. Storniert ein Gast, druckt orderbird einen neuen Bon. Den alten muss jemand am Halter suchen und per Hand entfernen. Der “Gang Kann”-Bon löst den nächsten Gang aus, aber die Küche hat keinen Weg, digital zurückzumelden, dass ein Gang fertig ist.

Plant orderbird einen eigenen Küchenmonitor (KDS)?

Auf der Internorga 2026 in Hamburg hat orderbird bestätigt, an einem eigenen Küchenmonitor (KDS) zu arbeiten. Ziel ist das zweite oder dritte Quartal 2026. Details zu Funktionsumfang, Preis oder unterstützter Hardware gibt es bisher nicht.

Lightspeed und Gastronovi haben seit Jahren ein eigenes KDS. orderbird ist einer der letzten großen Anbieter im DACH-Raum ohne Küchenmonitor (KDS).

Ein Kassen-KDS funktioniert nur mit der zugehörigen Kasse. Wechselst du das Kassensystem, fängst du in der Küche von vorn an. Ein Standalone-KDS nimmst du mit, egal welche Kasse du nutzt.

Hardware

orderbird selbst

orderbird PRO läuft ausschließlich auf Apple iOS (iPad, iPhone). Das orderbird MINI ist ein eigenständiges Android-Handheld mit eingebautem Drucker und Kartenleser, aber keine App, die du auf eigenen Android-Geräten installieren kannst.

Als Küchendrucker sind nur Epson-Netzwerkdrucker kompatibel (TM-T20 I/II, TM-m30 I-III). USB-, Bluetooth- oder serielle Drucker funktionieren nicht. Der Epson TM-m30III ist der einzige kompatible Drucker mit IPX2-Schutz gegen Spritzwasser, alle anderen sind für den Tresen gebaut.

Küchenmonitor (KDS)

orderbird PRO läuft auf dem iPad. Dein Team kennt die Bedienung also schon. Für den Küchenmonitor (KDS) brauchst du nur ein weiteres iPad:

GerätPreis abBildschirm
iPad 11”ca. 275 €11 Zoll
iPad Air 13”ca. 600 €13 Zoll

Apple versorgt iPads mindestens sechs Jahre mit Software-Updates, und die meisten KDS-Apps laufen darauf. Das 13-Zoll-Modell ist sinnvoll, wenn mehrere Köche gleichzeitig auf den Bildschirm schauen.

Dazu kommen:

  • Wandhalterung: ab 30 €, schwenkbar mit VESA-Montage, damit du den Bildschirm auf Augenhöhe am Posten befestigst
  • Schutzgehäuse: ab 50 €, schützt das iPad vor Fett und Dampf direkt am Herd

PIQY als Standalone-Küchenmonitor (KDS) für orderbird

PIQY arbeitet an einer Integration mit orderbird. PIQY wird als Netzwerkdrucker in orderbird eingerichtet, genau wie ein Küchendrucker. Statt auf Papier zu drucken, zeigt PIQY die Bestellungen auf dem Küchenmonitor (KDS) an. PIQY läuft auf iPads und Android-Tablets. Ein iPad 11” ab ca. 275 € reicht als Einstieg.

Was PIQY von einem Kassen-KDS unterscheidet:

  • Läuft im lokalen Netzwerk: PIQY braucht nur dein WLAN, kein Internet. Bestellungen laufen lokal zwischen orderbird und dem Küchen-iPad. Wenn dein Internetanschluss ausfällt, kann orderbird selbst nur eingeschränkt arbeiten, aber die Küche sieht weiterhin alle bereits empfangenen Tickets auf dem KDS. Für ein cloud-abhängiges System wie orderbird ist das ein relevanter Puffer.
  • Unabhängig von orderbird: PIQY ist an kein Kassensystem gebunden. Wechselst du irgendwann von orderbird auf ein anderes POS, bleibt dein Küchenmonitor (KDS) bestehen. Das Team in der Küche arbeitet mit derselben App weiter.
  • Freie Hardware-Wahl: PIQY läuft auf iPads, Android-All-in-Ones aus Edelstahl (z.B. Elo I-Series 5) oder Android-Boxen mit separatem Touchscreen (z.B. Elo I-Series Backpack + Beetronics-Monitor). Du mixt pro Station: Die Bar arbeitet mit iPads, die Küche mit Edelstahl-Bildschirmen direkt am Herd.
  • Stationsfilter und mehrere Bildschirme: Du hängst so viele Bildschirme auf wie du Posten hast. Jeder zeigt nur die Gerichte seiner Station. orderbird routet heute schon nach Produktgruppe an verschiedene Drucker, PIQY übernimmt diese Logik digital.

KDS für orderbird: Benachrichtigung erhalten

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Hat orderbird einen Küchenmonitor (KDS)?
Stand März 2026: Nein. orderbird hat auf der Internorga 2026 bestätigt, an einem Küchenmonitor (KDS) zu arbeiten. Ziel ist das zweite oder dritte Quartal 2026. Bis dahin läuft die Küche über Bondrucker.
Kann ich ein Standalone-KDS mit orderbird nutzen?
Ja. PIQY wird als Netzwerkdrucker in orderbird eingerichtet und zeigt Bestellungen digital auf dem Bildschirm statt auf Papier. Die Integration ist in Arbeit.
Funktioniert orderbird offline?
Eingeschränkt. Ohne Internet funktionieren keine Kartenzahlungen, kein Sync zwischen Geräten und keine Reports. In Österreich muss das System spätestens nach 48 Stunden wieder online sein.
Welche Hardware brauche ich für einen Küchenmonitor (KDS) mit orderbird?
Ein iPad reicht. Das iPad 11" gibt es ab ca. 275 €, ein iPad Air 13" ab ca. 600 €. Dazu eine Wandhalterung ab 30 € und optional ein Schutzgehäuse für 50 bis 150 €.
Läuft orderbird auf Android?
orderbird PRO läuft ausschließlich auf Apple iOS (iPad, iPhone). Das orderbird MINI ist ein eigenständiges Android-Handheld, lässt sich aber nicht auf eigenen Android-Geräten installieren.
Was kostet orderbird?
orderbird PRO startet ab 99,90 €/Monat. orderbird MINI kostet einmalig ab 399 € plus ab 22 €/Monat. Aktuelle Preise auf orderbird.com/de/preise.