Letztes Update: März 2026
Inhaltsverzeichnis
LINA Team-Cloud (ehemals Amadeus360) ist ein modulares Cloud-Kassensystem von Gastro-MIS GmbH in Gräfelfing bei München. Mit LINA Kitchen bringt das System einen eigenen Küchenmonitor (KDS) mit. Der Küchenmonitor (KDS) läuft als Web-App im Browser, ausgeliefert vom lokalen Windows-Server im Betrieb. LINA verkauft dafür Black Pepper KitchenSpeed-Monitore ab ca. 1.195 €. Wer stattdessen ein iPad in der Küche nutzen will, kombiniert LINA mit PIQY.
Was ist ein Küchenmonitor (KDS)?
Ein Küchenmonitor (KDS) ersetzt den Bondrucker in der Küche durch einen Bildschirm. Bestellungen erscheinen digital auf einem Tablet oder Monitor, das Küchenteam arbeitet sie ab und markiert sie per Touch als fertig.
In LINA-Betrieben mit mehreren Stationen und Mehrgangmenüs koordiniert die Küche Vorspeise, Hauptgang und Dessert über den Bildschirm statt Bons zwischen Posten hin- und herzureichen. Der Vergleich Bondrucker vs. Küchenmonitor (KDS) zeigt die Unterschiede, der Feature-Vergleich die Funktionen.
Was ist LINA Team-Cloud?
Gastro-MIS wurde 1998 in Gräfelfing bei München gegründet, ursprünglich als Buchhaltungsservice für die Enchilada-Restaurantgruppe (heute CONCEPT FAMILY Franchise AG). 2010 übernahm Dr. Mirco Till die Geschäftsführung und entwickelte das Unternehmen zum Softwarehersteller. Erst entstand das Amadeus-Kassensystem, dann die Cloud-Plattform Amadeus360. Im Juni 2023 löste LINA Team-Cloud Amadeus360 mit 14 Modulen ab.
Seit Ende 2022 hält CHEFS CULINAR, Deutschlands größter Lebensmittel-Großhändler (über 8.000 Mitarbeiter), eine strategische Beteiligung an Gastro-MIS. Über LINA Buy bestellen Betriebe direkt aus dem CHEFS CULINAR-Sortiment mit über 30.000 Produkten.
Rund 5.000 Betriebe in Deutschland nutzen LINA oder das Vorgängersystem Amadeus. Darunter Franchise-Ketten wie CONCEPT FAMILY (Enchilada, Aposto, Wilma Wunder, Burgerheart, Pommes Freunde), Hans im Glück, Dean & David und Sausalitos. LINA richtet sich an Einzelgastronomen, Systemgastronomie, Hotels und Gemeinschaftsverpflegung.
Module
LINA Team-Cloud ist modular aufgebaut. Neben dem Kassensystem (LINA POS) mit Tischplan, Rechnungsteilung und Gangsteuerung buchst du einzelne Module dazu: LINA Kitchen für den Küchenmonitor (KDS), LINA Order für QR-Bestellungen am Tisch, LINA Pay für kontaktlose Bezahlung über Adyen, LINA Shop als Gastro-Webshop. Im Backoffice übernimmt LINA Finance den Tagesabschluss mit DATEV-Export und Kassenbuch, LINA Team die Dienstplanung und Zeiterfassung, LINA Analytics die Auswertungen. Für Ketten und Franchise gibt es LINA Stores zur Multi-Standort-Verwaltung.
Die Warenbeschaffung läuft über LINA Stock (Rezeptkalkulation, Wareneinsatz) und LINA Buy mit direkter CHEFS CULINAR-Anbindung. LINA CRM verwaltet Gästedaten und Newsletter, LINA Delivery die Routenplanung, LINA Table die Tischreservierung.
Preise
LINA veröffentlicht keine Preisliste. Du buchst Module einzeln, Schnittstellen kosten extra, die Gesamtkosten hängen vom Umfang ab. Jahresverträge laufen mindestens 12 Monate, Kündigungsfrist 6 Monate zum Monatsende. Kartenzahlung läuft über Adyen. 4 Wochen kostenlos testen. Aktuelle Preise auf lina.de.
Schnittstellen
LINA Team-Cloud hat über 40 Integrationen. Lieferdienste und Self-Ordering laufen über SO’USE (Lieferando, Wolt, Uber Eats, QR-Bestellung am Tisch). Reservierungen synchronisiert LINA mit OpenTable und Resmio, Hotelbetriebe binden HS/3 oder Oracle Hospitality an. Buchhaltung geht per DATEV-Export, Warenwirtschaft über CHEFS CULINAR, Apicbase oder Kost. Personalplanung über E2N, Bezahlung über Adyen und Unzer, Schanktechnik über SmartSchank.
Nutzerbewertungen
LINA kommt auf Tageskarte.io auf 4,9 von 5 Sternen bei 20 Bewertungen. Nutzer loben den Funktionsumfang, die Erweiterbarkeit und den schnellen Support. Die Ersteinrichtung braucht laut Nutzern Zeit, weil das System viele Konfigurationsmöglichkeiten hat. Einzelne Nutzer wünschen sich eine modernere Oberfläche. Als Cloud-System braucht LINA eine stabile Internetverbindung; es gibt einen Offline-Modus, aber der Sync zwischen Geräten fällt ohne Internet weg. Auffällig: Kein Trustpilot-Profil, keine Listung auf OMR Reviews, wenige unabhängige Bewertungen für ein System mit 5.000 Betrieben.
LINA Kitchen: Der Küchenmonitor (KDS) im Detail
LINA Kitchen ist das KDS-Modul von LINA Team-Cloud. Es läuft als Web-App im Browser und wird vom lokalen LINA POS Windows-Server im Betrieb ausgeliefert. Bestellungen aus der Kasse, von SO’USE, aus dem Webshop und von Lieferdiensten erscheinen in Echtzeit auf dem Bildschirm.
Ansichten und Stationsfilter
Pro Station konfigurierst du eine von zwei Ansichten: Der Küchenmonitor sortiert Bestellungen nach Tisch in der Reihenfolge der Bonierung, der Schankmonitor sortiert nach Kellner. Jede Station sieht nur ihre relevanten Bestellungen. Die Bar bekommt Getränke, der Grill Grillgerichte, die kalte Küche Vorspeisen und Salate.
Workflow und Farbcodierung
Bestellungen durchlaufen konfigurierbare Status:
| Status | Bedeutung |
|---|---|
| Eingang | Gerade eingegangen |
| In Arbeit | Wird zubereitet |
| Servicepass | Fertig, wartet auf Abholung |
| Fertig | Beim Gast |
Die Übergänge konfigurierst du in einer Matrix. Sprünge lassen sich sperren, z.B. direkt von „Eingang” auf „Fertig”. Pro Station legst du Hintergrund- und Textfarben fest.
Gangsteuerung
LINA Kitchen zeigt bei Mehrgangmenüs den niedrigsten Gang eines Tisches aufgeklappt an, die übrigen Gänge bleiben eingeklappt. Die Küche quittiert jeden Gang am Monitor.
Bondruck
Bondruck lässt sich parallel zum Küchenmonitor (KDS) aktivieren oder komplett abschalten. Du legst fest, bei welchem Statuswechsel ein Bon gedruckt wird (z.B. bei „Servicepass” oder „Fertig”). Für Betriebe, die schrittweise umsteigen, laufen Monitor und Drucker gleichzeitig.
Grenzen von LINA Kitchen
LINA Kitchen funktioniert nur mit LINA Team-Cloud. Wechselst du das Kassensystem, verlierst du den Küchenmonitor (KDS), die konfigurierten Stationen und die eingeübten Abläufe.
LINA Kitchen läuft zwar im Browser, aber LINA empfiehlt und verkauft Windows-basierte Touch-Monitore für die Küche. iPads werden nicht aktiv unterstützt oder getestet. Die Black Pepper KitchenSpeed-Monitore (21,5” und 32”) sind robust und spritzwassergeschützt, kosten aber ab ca. 1.195 € (Lite) bzw. ab ca. 2.380 € (Ultra). Ein iPad 11” gibt es für 275 €.
Ohne laufenden Windows-Server im Betrieb funktioniert der Küchenmonitor (KDS) nicht, weil der Server die Web-App ausliefert. Physische Quittierungstasten (Bump Bars) werden nicht unterstützt, Statuswechsel gehen nur per Touch.
Hardware
LINA Team-Cloud selbst
LINA POS läuft auf Windows. Die mobilen Handhelds für die Bestellaufnahme nutzen Android:
| Gerät | Beschreibung |
|---|---|
| Diana i5 | Standalone-Touch-Kasse für kleine Betriebe |
| Diana i3 | Netzwerk-Kassenterminal für Multi-Terminal-Setups |
| Orderman 7 | Profi-Handheld für den Service (WLAN) |
| Sunmi P2 Pro | Android-Handheld als Orderman-Alternative |
Die Systemanforderungen für den POS-Server richten sich nach der Betriebsgröße: kleine Betriebe (bis 500.000 € Umsatz) kommen mit einem Intel Celeron und 4 GB RAM aus, mittlere Betriebe brauchen einen Intel i5 mit 8–16 GB RAM, große Betriebe einen Intel Xeon mit 32 GB RAM auf Windows Server.
Küchenmonitor (KDS)
LINA verkauft Black Pepper KitchenSpeed-Monitore für die Küche: Metallgehäuse, lüfterlos, spritzwassergeschützt, 6H-Hartglas. Erhältlich als Lite (22” und 32”) und Ultra (22” und 32”, Edelstahl). Die Lite-Variante startet ab ca. 1.195 €, die Ultra-Variante ab ca. 2.380 €. Inklusive Wandschiene und Schwenkarm. Preise auf Anfrage.
Die Monitore laufen mit Windows 10 IoT und zeigen einen Vollbild-Browser, der auf den lokalen LINA POS Server zugreift. Die hohen Systemanforderungen (Intel i5, 16 GB RAM) gelten für den POS-Server, nicht für den Monitor. Die Black Pepper Monitore kommen mit einem Intel Celeron und 32 GB SSD aus, weil sie nur einen Browser darstellen.
Da LINA Kitchen eine Web-App ist, wäre ein iPad technisch denkbar, wird von LINA aber nicht offiziell unterstützt. Wer ein iPad in der Küche will, fährt mit einem Standalone-KDS besser.
PIQY als Standalone-Küchenmonitor (KDS) für LINA Team-Cloud
PIQY arbeitet an einer Integration mit LINA Team-Cloud. PIQY braucht keinen Windows-Server in der Küche. Die App läuft im lokalen Netzwerk über WLAN. Fällt das Internet aus, arbeitet die Küche weiter.
- Freie Hardware-Wahl: PIQY läuft auf iPads, Android-All-in-Ones aus Edelstahl (z.B. Elo I-Series 5) oder Android-Boxen mit separatem Touchscreen (z.B. Elo I-Series Backpack + Beetronics-Monitor). Du mixt pro Station: Die Bar arbeitet mit iPads, die Küche mit Edelstahl-Bildschirmen direkt am Herd. Bei LINA Kitchen brauchst du pro Station einen Windows-Touch-Monitor.
- Stationsfilter: Du filterst pro Station: kalte Küche sieht kalte Gerichte, der Grill sieht Grillgerichte. So viele Bildschirme wie du brauchst.
- POS-unabhängig: Wechselst du das Kassensystem, nimmst du PIQY mit. Bei LINA Kitchen fängst du nach einem Kassenwechsel von vorn an.
KDS für LINA Team-Cloud: Beratung erhalten
Wir helfen dir, PIQY als Küchenmonitor (KDS) für deinen LINA-Betrieb einzurichten.