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Lightspeed K-Series Küchenmonitor (KDS): 1.0 vs. 2.0 und Alternativen

Lightspeed hat zwei KDS-Versionen. Was kann KDS 2.0, was fehlt gegenüber 1.0, und wann lohnt sich ein Standalone-Küchenmonitor (KDS) wie PIQY?

Lightspeed Kassensystem

Letztes Update: März 2026

Inhaltsverzeichnis

Lightspeed K-Series bringt ein eigenes KDS mit, sogar in zwei Versionen: KDS 1.0 als iPad-App und KDS 2.0 als Web-Lösung. Das Problem: KDS 2.0 ersetzt schrittweise die alte Version, hat aber Features verloren. Der Abholmonitor fehlt, freie Status gibt es nicht, und Stationen lassen sich nicht dynamisch umleiten. Wer mehr Flexibilität braucht, findet in PIQY ein Standalone-KDS, das direkt mit Lightspeed integriert ist.

Was ist ein Küchenmonitor (KDS)?

Ein Küchenmonitor (KDS) ersetzt den Bondrucker in der Küche durch einen Bildschirm. Bestellungen erscheinen digital auf einem Tablet oder Monitor, das Küchenteam arbeitet sie ab und markiert sie per Touch als fertig.

Bei Lightspeed-Betrieben mit mehreren Stationen, Mehrgangmenüs und hohem Bestellvolumen wird das schnell zum zentralen Werkzeug: Die Küche koordiniert Vorspeise, Hauptgang und Dessert über den Bildschirm, statt Bons zwischen Posten hin- und herzureichen. Mehr dazu im Vergleich Bondrucker vs. Küchenmonitor (KDS).

Was ist Lightspeed K-Series?

Lightspeed K-Series ist ein iPad-Kassensystem für die Gastronomie. Ursprünglich als iKentoo 2011 in der Schweiz gegründet, hat Lightspeed das Unternehmen 2019 für rund 100 Millionen Dollar übernommen.

K-Series läuft cloud-basiert mit lokalem Sync: Die iPads im Betrieb kommunizieren über das lokale Netzwerk und synchronisieren Daten in die Cloud. Fällt das Internet aus, funktionieren Bestellungen und Küchenkommunikation weiter, solange das WLAN läuft.

Die Zielgruppe sind mittlere bis größere Gastro-Betriebe: Restaurants mit mehreren Stationen, Bars mit hohem Durchsatz, Betriebe mit Mehrgangmenüs. Für einen kleinen Imbiss mit einer Kasse ist Lightspeed überdimensioniert.

Preise

Lightspeed K-Series gibt es in drei Paketen (jeweils bei jährlicher Zahlung):

PaketPreis pro MonatLizenzen
Basic79 €1
Core139 €2
Pro249 €3

Jede zusätzliche Lizenz kostet 49 €/Monat. Das KDS ist ein kostenpflichtiges Add-on. Kartenzahlung: 0,9 % + 0,10 € (EC), 1,9 % + 0,10 € (Kreditkarte). Alle Pakete erfordern einen Jahresvertrag.

Nutzerbewertungen

Lightspeed kommt auf Trustpilot auf 4,1 von 5 Sternen bei 526 Bewertungen. Nutzer loben das Onboarding und die Bedienung. In den negativen Bewertungen geht es um Zusatzkosten für Add-ons, lange Vertragslaufzeiten und den Support bei spezifisch deutschen Anforderungen (DATEV-Export, Tischverwaltung).

KDS 1.0 vs. KDS 2.0

Lightspeed K-Series hat zwei Versionen des Küchenmonitors (KDS). Version 1.0 ist eine native iPad-App, Version 2.0 läuft im Browser. Seit Ende 2024 positioniert Lightspeed KDS 2.0 als Nachfolger, ein offizielles Abschaltdatum für 1.0 gibt es aber nicht.

KDS 1.0 (iPad-App)

KDS 1.0 ist eine native App, die auf einem eigenen iPad läuft. Du brauchst ein separates iPad für jede KDS-Station, das Kassensystem kann nicht auf dem gleichen Gerät laufen.

Zwei Anzeigemodi:

  • Bonansicht: Jede Bestellung als eigenes Ticket. Offene Bestellungen links, fertige rechts.
  • Produktionsansicht: Artikel werden nach Name aggregiert und in vier Spalten sortiert. Du siehst auf einen Blick, wie viele Portionen eines Gerichts offen sind.

Workflow: Zwei Status: Offen → Fertig. Schlicht, ohne Zwischenschritte.

Filter: Nach Abrechnungsgruppe, Bestellprofil, Produktionszentrum oder Tag. Die Konfiguration erfordert den Lightspeed-Support, du kannst sie nicht selbst im Backend ändern.

Abholmonitor: KDS 1.0 arbeitet mit dem Lightspeed-Abholmonitor zusammen, einer Kundenanzeige auf einem TV über Apple TV. Kunden sehen, wann ihre Bestellung fertig ist.

KDS 2.0 (Web-basiert)

KDS 2.0 funktioniert anders: Ein iPad mit der Lightspeed-App wird zum “Hub” und hostet einen lokalen Webserver. Andere Geräte öffnen die KDS-Oberfläche im Browser, indem sie die IP-Adresse des Hub-iPad eingeben. Jedes Gerät mit einem Browser funktioniert: iPad, Android-Tablet, Windows-PC, Elo-Touchscreen.

Layouts:

  • Vollansicht: Volles Ticket von oben nach unten, maximale Lesbarkeit
  • Gleichmäßige Ansicht: Bildschirm gleichmäßig aufgeteilt, maximale Anzahl sichtbarer Tickets
  • Kompaktansicht: Kompakte Darstellung mit Icons statt Text-Kopfzeile
  • Artikelliste: Gleiche Artikel aus allen Tickets zusammengefasst (seit März 2025)

Workflow: Vier Status mit Farbcodierung:

StatusFarbeBedeutung
NeuGrauGerade eingegangen
In ZubereitungBlauWird zubereitet
AbholbereitGrünFertig, wartet auf Abholung
PausiertBraunZurückgestellt

Du kannst “Neu” und “Abholbereit” deaktivieren, wenn dein Ablauf sie nicht braucht. Eigene Status definieren geht nicht.

Verspätungswarnung: Tickets pulsieren orange nach einer einstellbaren Wartezeit, danach rot.

Routing: Du weist jeder Station Menükategorien oder einzelne Artikel zu. Die Konfiguration machst du selbst im KDS, ohne den Support anrufen zu müssen.

Allergene und Sitzplätze: KDS 2.0 zeigt Allergene rot markiert und kann Bestellungen nach Sitzplatz aufschlüsseln. Produktionsanweisungen erscheinen direkt am Artikel.

Voraussetzung: Das Hub-iPad muss immer eingeschaltet sein und braucht eine statische IP-Adresse. Fällt das Hub-iPad aus, sehen alle KDS-Stationen nichts mehr.

Was KDS 2.0 gegenüber 1.0 verloren hat

FeatureKDS 1.0KDS 2.0
Abholmonitor Über Apple TV Nicht unterstützt
Produktionsansicht (Artikel aggregiert) Artikelliste seit März 2025
Eigenständig ohne Hub Eigene App Braucht Hub-iPad mit statischer IP

Was KDS 2.0 gegenüber 1.0 dazugewonnen hat

FeatureKDS 1.0KDS 2.0
GeräteunterstützungNur iPadJedes Gerät mit Browser
Status-Workflow2 Status4 Status mit Farbcodierung
Selbst konfigurierbar Support nötig
Allergene und Sitzplätze
VerspätungswarnungenFarbverlaufKonfigurierbarer Puls (orange/rot)
Helles/dunkles Design

Was beiden Versionen fehlt

  • Keine freien Status: Du kannst die vier vordefinierten Status an/aus schalten, aber keine eigenen definieren
  • Keine dynamische Umleitung: Bar heute geschlossen? Du kannst die Bestellungen nicht auf Knopfdruck an eine andere Station umleiten
  • Keine freien Views: Die Zuordnung ist fest an Menükategorien gebunden. Eigene Filteransichten oder Gruppierungen gibt es nicht
  • Keine Quittierungstaste: Keines der beiden KDS unterstützt physische Quittierungstasten (Bump Bars)

Hardware

Lightspeed K-Series

Lightspeed K-Series läuft ausschließlich auf iPad (iPadOS 18+). Für KDS 1.0 brauchst du ein eigenes iPad pro Station. KDS 2.0 läuft auf jedem Gerät mit Browser.

Lightspeed empfiehlt für KDS 2.0 den Elo I-Series 5 (21,5” Touchscreen), ein kommerzielles Display für Küchenumgebungen. Der Elo verträgt Dampf, Hitze und Spritzwasser, kostet aber rund 1.000 €.

Küchenmonitor (KDS) mit iPad

Für die meisten Betriebe reicht ein iPad:

GerätPreis abBildschirm
iPad 11”ca. 275 €11 Zoll
iPad Air 13”ca. 600 €13 Zoll

Das 13-Zoll-Modell lohnt sich an Posten, wo mehrere Köche gleichzeitig auf den Bildschirm schauen. Für die Küche empfiehlt sich zusätzlich eine Wandhalterung (ab 30 €) und ein Schutzgehäuse (50 bis 150 €) gegen Fett und Dampf.

PIQY als Standalone-Küchenmonitor (KDS) für Lightspeed

PIQY ist direkt mit Lightspeed K-Series integriert und bei mehreren Betrieben im Einsatz. Die Anbindung läuft über lokale Webhooks: Lightspeed schickt Bestellungen über die API im lokalen Netzwerk an PIQY. Kein Umweg über die Cloud, keine Druckeremulation.

Was PIQY kann, was das Lightspeed KDS nicht bietet:

  • Abholmonitor: PIQY zeigt Kunden auf einem separaten Bildschirm, wann ihre Bestellung fertig ist. Lightspeed KDS 2.0 hat keinen Abholmonitor mehr. Preis: 29 € pro Bildschirm (1-2 Bildschirme), 19 € (3-4), 10 € (ab 5).
  • Freie Views: Bar heute geschlossen? Du leitest Bestellungen per View-Konfiguration an einen anderen Posten um. Bei Lightspeed ist die Zuordnung fest an Menükategorien gebunden.
  • Freie Status: Du definierst eigene Status für deinen Ablauf. Lightspeed beschränkt dich auf vier vordefinierte.
  • Freie Hardware-Wahl: PIQY läuft auf iPads, Android-All-in-Ones aus Edelstahl (z.B. Elo I-Series 5) oder Android-Boxen mit separatem Touchscreen (z.B. Elo I-Series Backpack + Beetronics-Monitor). Du mixt pro Station: Die Bar arbeitet mit iPads, die Küche mit Edelstahl-Bildschirmen direkt am Herd.
  • POS-unabhängig: Wechselst du von Lightspeed auf ein anderes Kassensystem, nimmst du PIQY mit. Dein Küchenteam behält den gewohnten Ablauf.

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Hat Lightspeed K-Series ein KDS?
Ja, in zwei Versionen. KDS 1.0 ist eine iPad-App, KDS 2.0 läuft im Browser auf jedem Gerät. Lightspeed positioniert KDS 2.0 als Nachfolger, hat aber noch kein Abschaltdatum für 1.0 genannt.
Was ist der Unterschied zwischen Lightspeed KDS 1.0 und 2.0?
KDS 1.0 ist eine native iPad-App mit Abholmonitor und Produktionsansicht. KDS 2.0 läuft im Browser, unterstützt mehr Geräte und hat vier Status, aber keinen Abholmonitor und keine Produktionsansicht in der gleichen Form.
Hat Lightspeed einen Abholmonitor?
Nur mit KDS 1.0 über Apple TV. KDS 2.0 hat keinen Abholmonitor. PIQY bietet einen Abholmonitor als Add-on ab 29 €/Bildschirm.
Kann ich PIQY mit Lightspeed nutzen?
Ja, PIQY ist direkt über lokale Webhooks mit Lightspeed K-Series integriert und bei mehreren Betrieben im Einsatz.
Was kostet das Lightspeed KDS?
Das KDS ist ein kostenpflichtiges Add-on zu Lightspeed K-Series. Der genaue Preis für Deutschland ist nicht öffentlich gelistet, in den USA kostet es 30 USD pro Bildschirm und Monat.
Welche Hardware brauche ich für das Lightspeed KDS?
KDS 1.0 braucht ein eigenes iPad pro Station. KDS 2.0 läuft auf jedem Gerät mit Browser. Lightspeed empfiehlt den Elo I-Series 5 (ca. 1.000 €), für die meisten Küchen reicht ein iPad mit Schutzgehäuse.