Letztes Update: März 2026
Inhaltsverzeichnis
Gastronovi ist eines der wenigen Kassensysteme im DACH-Raum mit einem eigenen Küchenmonitor (KDS), kostenlos im Kassensystem enthalten. Bestellungen erscheinen in Echtzeit auf dem Bildschirm, die Küche arbeitet sie ab, der Service bekommt eine Push-Nachricht auf Smartphone oder Smartwatch. Gangsteuerung, Stationsfilter, Sprachausgabe, Zeitüberwachung mit Farbcodierung, Rezeptmanagement: Lightspeed verkauft vergleichbare Features als kostenpflichtiges Add-on, orderbird und ready2order haben bis heute kein eigenes KDS. Der Küchenmonitor (KDS) funktioniert nur mit gastronovi. Wer das Kassensystem wechselt, fängt in der Küche von vorn an.
Was ist ein Küchenmonitor (KDS)?
Ein Küchenmonitor (KDS) ersetzt den Bondrucker in der Küche durch einen Bildschirm. Bestellungen erscheinen digital auf einem Tablet oder Monitor, das Küchenteam arbeitet sie ab und markiert sie per Touch als fertig.
Bei Gastronovi-Betrieben mit mehreren Stationen und Mehrgangmenüs koordiniert die Küche Vorspeise, Hauptgang und Dessert über den Bildschirm, statt Bons zwischen Posten hin- und herzureichen. Der Vergleich Bondrucker vs. Küchenmonitor (KDS) zeigt die Unterschiede, der Feature-Vergleich die Funktionen.
Was ist Gastronovi?
Gastronovi wurde 2008 in Bremen gegründet. Vier Gründer (Andreas Jonderko, Karl Jonderko, Christian Jaentsch, Bartek Kaznowski) kombinierten Gastro-Erfahrung mit IT-Know-how zu einem modularen, cloud-basierten Kassensystem für die Gastronomie. Heute arbeiten über 150 Mitarbeiter am Produkt, das in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Frankreich im Einsatz ist.
Gastronovi richtet sich an Restaurants, Hotels, Cafés, Bars, Food Trucks, Caterer und Systemgastronomie. Du buchst nur die Module, die du brauchst: Warenwirtschaft, Kalkulation, Tischreservierung, Self-Ordering, Zeiterfassung, Digital Signage, Kundenbindung. Oder eben nur die Kasse.
Gastronovi läuft cloud-basiert im Browser und braucht eine stabile Internetverbindung. Fällt das Internet aus, schaltet die Kasse in einen Offline-Modus und synchronisiert nach Wiederverbindung automatisch. Die Software läuft auf iPad, Android-Tablets, Windows-PCs und macOS.
Preise
Du zahlst pro Modul, monatlich oder jährlich:
| Modul | Preis pro Monat |
|---|---|
| Kassensystem | 59 € pro Gerät |
| Cloud-TSE (Pflicht in DE) | 14 € pro Standort |
| Kassenbuch | 19 € |
| Speisekarte | 19 € |
| Warenwirtschaft | 129 € |
| Kalkulation | 14 € |
| Bestellsystem (Einkauf) | 9 € |
| Mehrbetrieb | 99 € |
| Zeiterfassung | 19 € |
| Tischreservierung | 89 € |
| Self-Ordering | 49 € |
| Kundenbindung | 29 € |
Der Küchenmonitor (KDS) ist kostenlos im Kassensystem enthalten. Bei Lightspeed ist das KDS ein kostenpflichtiges Add-on, orderbird und ready2order haben bis heute kein eigenes KDS.
Mindestkosten für die Gastronomie in Deutschland: 73 €/Monat (Kasse + Cloud-TSE). Einmalige Einrichtungsgebühr: 99 bis 249 € je nach Modul. Mindestvertragslaufzeit: 3 Monate, danach monatlich kündbar mit 1 Monat Frist. 14 Tage kostenlos testen.
Kartenzahlung über Gastronovi Pay: 0,04–0,10 % (Girocard), 0,50–0,70 % (Visa/Mastercard), 3,65 % (American Express). Aktuelle Preise auf gastronovi.com/preise.
Nutzerbewertungen
Gastronovi kommt auf trusted.de auf 4,1 von 5 Sternen bei 125 Bewertungen. Nutzer loben den Funktionsumfang und die logische Bedienung. Der Support kommt in positiven wie negativen Bewertungen vor.
Kritikpunkte:
- Komplexität: Erweiterte Module (besonders Online-Bestellung und Add-ons) haben eine Einarbeitungszeit
- Performance: Einzelne Nutzer berichten von langsamen Reaktionszeiten bei Stoßzeiten
- Supportkosten: Telefon-Support ist kostenpflichtig (Support-Paket ab 29 €/Monat), das Online-Portal ist kostenlos
- Transparenz: Cloud-TSE-Kosten und Zusatzgebühren nicht immer klar kommuniziert
Der Gastronovi Küchenmonitor (KDS) im Detail
Gastronovi nennt seinen Küchenmonitor (KDS) „Küchenmonitor”. Teil des Kassensystems, läuft im Browser, kostet nichts extra. Bestellungen erscheinen in Echtzeit, sobald der Service sie an der Kasse aufnimmt.
Ansichten und Modi
Du wählst pro Station aus sieben Ansichten:
| Ansicht | Was sie zeigt |
|---|---|
| Annahme | Neu bestellte Artikel |
| Produktion | Bereits angenommene Artikel |
| Produktion+ | Bestellte und angenommene Artikel kombiniert |
| Ausgabe | Fertig produzierte Artikel zur Abholung |
| Ausgabe+ | Alle Artikel unabhängig vom Status |
| Archiv | Bereits ausgelieferte Bestellungen |
| Gesamt / Gesamt+ | Alles über alle Monitore hinweg |
An der Bar siehst du nur Getränke in der Annahme-Ansicht, am Pass die Ausgabe-Ansicht mit allen fertigen Gerichten. In der Zusammenfassungsansicht bündelt der Monitor gleiche Positionen über alle Tische: „12× Wiener Schnitzel” statt zwölf einzelne Tickets.
Workflow und Farbcodierung
Vier Status, farbcodiert:
| Farbe | Status | Bedeutung |
|---|---|---|
| Blau | Bestellt | Gerade eingegangen |
| Gelb | In Produktion | Wird zubereitet |
| Grün | Produziert | Fertig, wartet auf Abholung |
| Schwarz | Ausgeliefert | Beim Gast |
Lila markiert aktive Gangsteuerung. Pro Bestellung läuft eine Zeitanzeige mit: Grün bei frischen Bestellungen, Gelb bei steigender Wartezeit, Rot bei Überschreitung der Referenzzeit. Die Referenzzeit legst du pro Rezept fest.
Weitere Workflow-Features:
- Pinnen: Bestellungen priorisieren
- Pausieren: Bestellungen zurückstellen
- Undo: Bis zu 5 Aktionen rückgängig machen
- Prozessreihenfolge: Verhindert Statussprünge, z.B. direkt von „Bestellt” auf „Ausgeliefert”
Gangsteuerung
Der Service gibt Gänge am Küchenmonitor (KDS) frei, die Küche sieht den aktuellen Gang farblich markiert (Lila). Fertige Gänge quittiert die Küche am Monitor, der Service bekommt eine Push-Benachrichtigung.
Benachrichtigungen
Küche und Service kommunizieren in beide Richtungen per Push:
- Küche → Service: Gericht fertig, Push auf Smartphone oder Smartwatch. Bei Rückfragen tippt die Küche auf den Kellner, der die Meldung auf dem Handy sieht.
- Service → Küche: Neue Bestellungen (orange), Stornierungen (rot), Umbuchungen (grün)
Du konfigurierst Benachrichtigungen als bestätigungspflichtig, wenn nichts untergehen soll. Pager-Systeme mit LED-Farbsteuerung lassen sich ebenfalls anbinden.
Sprachausgabe (Beta)
Der Küchenmonitor liest Bestellungen und Alarme vor. Du konfigurierst Stimme und Geschwindigkeit. In lauten Küchen, in denen niemand ständig auf den Bildschirm schaut, spart das Missverständnisse. Das Feature ist noch im Beta.
Ausgabe-Display (Beta)
Ein separater Bildschirm zeigt fertige Gerichte oder Warteschlangennummern an. Du setzt ihn intern am Pass oder extern für Gäste im Self-Service-Bereich ein. Noch im Beta.
Rezeptmanagement
Am Küchenmonitor (KDS) rufst du Rezeptdetails auf: Kochanleitungen, Zubereitungszeiten, Anrichtebilder, Allergene und Zusatzstoffe. Bei jeder Buchung sinkt der Rezeptbestand automatisch. Ist ein Gericht ausverkauft, sperrst du es direkt am Küchenmonitor (KDS). Es verschwindet sofort aus der Kasse, den Online-Bestellungen und der Website.
Was dem Gastronovi Küchenmonitor (KDS) fehlt
Der Küchenmonitor (KDS) hat Einschränkungen:
- Vendor Lock-in: Der Küchenmonitor (KDS) funktioniert ausschließlich mit Gastronovi. Wechselst du das Kassensystem, verlierst du den Küchenmonitor (KDS), die konfigurierten Stationen und die eingeübten Abläufe.
- Internetabhängig: Als Cloud-Lösung braucht der Küchenmonitor (KDS) eine stabile Internetverbindung. Gastronovi bewirbt einen Offline-Modus für die Kasse, Details zur Offline-Fähigkeit des Küchenmonitors (KDS) fehlen. In der Küche empfiehlt Gastronovi deshalb eine kabelgebundene LAN-Verbindung.
- Beta-Features: Sprachausgabe und Ausgabe-Display sind noch nicht final. Änderungen im Funktionsumfang sind möglich.
- Keine physischen Quittierungstasten: Du kannst keine Bump Bars anschließen. Statuswechsel nur per Touch am Bildschirm.
- Keine native App: Der Küchenmonitor (KDS) läuft ausschließlich im Browser (Chrome oder Safari). Keine Installation, aber auch keine Offline-Funktionalität wie bei nativen Apps.
Hardware
Gastronovi selbst
Gastronovi läuft im Browser. Du mischst verschiedene Geräte im selben Betrieb:
| Plattform | Mindestanforderung |
|---|---|
| iPad | Air 2 oder höher, Mini 4 oder höher |
| Android | 1,4 GHz Dual-Core, 2 GB RAM, Android 11+ |
| Windows | Touch-PC mit Windows 10+ |
| macOS | macOS 10.4.11+ |
gastronovi verkauft vorkonfigurierte Hardware-Starterpakete (ab ca. 699 €) mit Drucker, Kartenleser und Netzwerktechnik. Alternativ nutzt du eigene Geräte (BYOD).
Küchenmonitor (KDS)
Für den Küchenmonitor (KDS) empfiehlt Gastronovi eine Mindestauflösung von 1024 × 768 px, einen Prozessor ab 2,4 GHz und mindestens 4 GB RAM (8 GB empfohlen). In der Küche: LAN statt WLAN, weil stabiler.
Für die meisten Betriebe reicht ein iPad:
| Gerät | Preis ab | Bildschirm |
|---|---|---|
| iPad 11” | ca. 275 € | 11 Zoll |
| iPad Air 13” | ca. 600 € | 13 Zoll |
Gastronovi empfiehlt eine LAN-Verbindung in der Küche. Mit einem USB-C-auf-Ethernet-Adapter (ab 15 €) hängt das iPad direkt am Netzwerk. Das 13-Zoll-Modell lohnt sich an Posten, wo mehrere Köche gleichzeitig auf den Bildschirm schauen. Wandhalterung (ab 30 €) und Schutzgehäuse (50 bis 150 €) schützen das iPad vor Fett, Dampf und Stößen.
Standalone-Küchenmonitor (KDS) als Alternative
Die meisten Gastronovi-Betriebe brauchen kein separates KDS. Der integrierte Küchenmonitor (KDS) deckt den Alltag ab.
Relevant wird ein Standalone-KDS, wenn du mehrere Standorte mit verschiedenen Kassen einheitlich betreiben willst oder dich nicht an einen Kassenhersteller binden möchtest.
PIQY als Standalone-Küchenmonitor (KDS) ist für Gastronovi nicht verfügbar. Wer POS-Unabhängigkeit sucht, sollte das bei der Wahl des Kassensystems berücksichtigen.